Seit 1949 jedes Frühjahr auf der Mitterbergalm — eine Lagerwoche, die süchtig macht.
Stell dir vor: Du fährst eine Bergstraße hoch, parkst direkt vor zwei urigen Almhütten auf 1.400 Metern und gehst rein. Drinnen sitzen schon Leute — Kinder, Studenten, Eltern, Großeltern, Freunde aus drei Ländern. Heute Abend kocht der Küchendienst in „badewannengroßen Töpfen". Es wird viel Knoblauch sein. Es wird laut werden. Und irgendjemand legt schon die Karten für eine Runde Septica auf den Tisch.
Das ist das Siebenbürgische Jugendskilager am Hochkönig, kurz HKG. Seit 1949 treffen wir uns hier jedes Jahr in der Osterwoche — Siebenbürger Sachsen, ihre Familien und alle, die mit uns die Berge, das Beisammensein und ein bisschen das Skifahren lieben. Das „Ski" im Namen ist mehr Tradition als Programm: In den Jahren ohne Schnee fahren wir trotzdem hoch. Es geht um die Woche, nicht um die Pisten.
Generationsübergreifend ist hier wörtlich gemeint: Beim 70-jährigen Jubiläum war der jüngste Gast drei Monate alt, die älteste 91. Im Herbst gibt es zusätzlich ein kleineres Nachtreffen für alle, die zwischen den Saisons nicht so lange aufeinander warten wollen.
Eine Hütte direkt unter den Mandlwänden, 1.400 m. Skigebiet Hochkeil vor der Tür, dazu Langlaufloipe, Winterwanderwege und genug Sonne, um auch ohne Ski glücklich zu werden.
Frühstück, Mittag, Abend in der Stube. Jeder Erwachsene übernimmt einen Tag Küchendienst — multinationale Kreationen aus „badewannengroßen Töpfen", reichlich Knoblauch inklusive.
Septica-Runden, Brettspiele, Plaudereien, der „Schmäh", die selbstgebaute Schneebar mit Punsch und Glühwein, Musik und Tanz bis tief in die Nacht. Das Sackrutschen am letzten Hang ist Pflicht.
Den Ton setzt der Eröffnungsabend am Freitag: Wenn alle angekommen sind, stellt sich jeder reihum mit einem kurzen lustigen Satz vor — und danach singen wir gemeinsam die Lagerhymne „Santa Lucia". Laut, schief, mit Inbrunst. Spätestens dann ist klar: Du bist angekommen.
Skifahren musst du nicht können — und du musst es nicht mal wollen. Viele kommen wegen der Hütte, der Leute und der Tage in den Bergen. Anfängerlift, Winterwanderwege und genug Zeit für ein Buch auf der Sonnenterrasse sind direkt da.
Seit über 75 Jahren gibt es das Skilager — und seit kurzem auch eine digitale Galerie, in der Teilnehmer ihre Fotos und Videos sammeln. Privat, nur für Teilnehmer zugänglich, mit Platz für jedes Jahr und jede Generation.
Registrieren & mitmachenBräuche, Begriffe und Highlights, die jeder am Hochkönig irgendwann erklärt bekommt.
Am Karfreitag, wenn alle angekommen sind: Reihum stellt sich jeder mit einem kurzen lustigen Satz vor. Danach singen wir gemeinsam die Lagerhymne „Santa Lucia" — laut, schief, voller Inbrunst. Spätestens dann ist klar: Das Lager hat begonnen.
Santa Lucia, Santa Lucia, Saanta Luucia, Saanta Luciia, Saaanta Luciiia, Saaaaaaanta Luuciiiiiiiiia.
Eine der ältesten Lagertraditionen, jedes Jahr Pflicht. Zwei Personen setzen sich gemeinsam in einen Müllsack und rutschen den letzten Hang runter — volle Geschwindigkeit, lautes Gelächter, danach mit Schneeresten in der Hose zurück zur Hütte.
Wir sind Selbstversorger — jeder Erwachsene übernimmt einen Tag in der Küche, entweder Frühstück und Abendessen oder Mittagessen. Der Küchenchef gibt die Richtung vor, der Rest hilft schnippeln, kochen, decken, spülen. Klingt nach Arbeit, ist aber meist der Tag, an dem du am meisten Leute kennenlernst.
Septica ist das siebenbürgisch-rumänische Kartenspiel des Lagers. Klassisch zu viert in zwei Teams (2 gegen 2). Gespielt wird mit einem 32-Karten-Deck (Sieben bis Ass), jeder bekommt vier Karten auf die Hand, der Rest ist Talon. — Ablauf: Der erste Spieler legt eine beliebige Karte aus. Reihum darf jeder eine Karte nachlegen, ohne Bedien- oder Farbzwang. Das Ziel: den Stich „schneiden". Eine Karte schneidet, wenn sie denselben Wert hat wie die zuerst gelegte Karte — oder wenn es eine Sieben ist (die Sieben sticht alles, daher der Name). Wer als Letzter passend nachlegt, gewinnt den Stich. Danach füllen alle ihre Hand wieder auf vier Karten aus dem Talon, und der Stichgewinner spielt aus. — Punkte: Punktekarten sind nur die Asse und Zehnen — jede zählt einen Punkt, im ganzen Spiel gibt es also acht Punkte. Wer am Ende mehr Punkte in seinen Stichen hat, gewinnt. Bei 4:4 endet die Runde unentschieden, die Runde wird wiederholt und zählt doppelt. Das Team, welches als erstes 21 Punkte erreicht, hat gewonnen.
Die markante, schroffe Felskette am Südabbruch des Hochkönigmassivs (2.941 m). Aus Dachsteinkalk gezackt, bilden sie das Panorama direkt hinter unserer Hütte. Beliebtes Ziel für Wanderer, Kletterer und Skifahrer — und der Grund, warum jedes Foto vom Lager aussieht wie ein Postkartenmotiv. Zentraler Ausgangspunkt ist das Arthurhaus.
Der Ausruf am Hochkönig, wenn — versehentlich oder absichtlich — eine Flasche oder ein Glas zerbricht. Halb Erschrockenheit, halb Feier. Wenn du es einmal gehört hast, weißt du Bescheid.
Wir bauen jedes Jahr gemeinsam eine Bar aus Schnee. Abends wird dahinter Punsch und Glühwein ausgeschenkt, davor wird getanzt, gelacht und gesungen. Bis tief in die Nacht.
Am Ostermontag wird siebenbürgischer Brauch gepflegt: Männer besuchen verwandte und befreundete Frauen und besprengen sie mit Parfüm. Der Brauch geht auf einen vorchristlichen Fruchtbarkeitsritus zurück. Als Dank gibt es kunstvoll gefärbte Ostereier, Kuchen — und meistens ein Stamperl selbstgemachten Eierlikör.
Die Preise werden für jedes Event einzeln festgelegt. Den aktuellen Preis pro Nacht (mit Ermäßigung für Schüler, Studenten und Azubis) findest du im Anmeldeformular nach dem Login.
Unterkunft, Vollpension (Frühstück, Mittag, Abendessen) und Bettwäsche-Grundausstattung (Decke, Kissen). Nicht inklusive: Skipass und Getränke außer Leitungswasser.
Nein, und du musst es auch nicht wollen. Es gibt Anfängerlifte, Winterwanderwege und genug Zeit auf der Hütte. Viele Teilnehmer kommen primär wegen der Gemeinschaft, nicht wegen der Pisten — und in den seltenen Jahren ohne Schnee fahren wir trotzdem hoch.
Nein, natürlich nicht — jeder ist herzlich willkommen. Bring Freunde, Familie, Bekannte mit. Die Wurzeln des Lagers sind siebenbürgisch, aber der Kreis ist offen.
Rund 100 jedes Frühjahr — bunt gemischt aus drei bis vier Generationen. Dazu ein kleineres Nachtreffen im Herbst mit etwa 50 Leuten.
Ein kleineres Lager im Herbst auf derselben Mitterbergalm — ohne Schnee, ohne Ski, dafür mit Wandern, Hüttenleben und etwa 50 Teilnehmern. Gedacht für alle, die zwischen den Saisons nicht so lange aufeinander warten wollen. Es gibt nur Übernachtung im Lager (kein Bauernhaus, kein Berghof), keinen Küchendienst-Plan und einen entspannteren Rhythmus als beim Frühjahrslager.
Es ist keine Skiwoche im klassischen Sinn — es ist eine Lagerwoche. Selbstversorgerhütte, Küchendienst, Septica-Runden, abendliche Schneebar, viel Knoblauch und ein Kreis von Menschen, der sich teilweise seit über 70 Jahren jedes Jahr wiedertrifft.
Die Selbstversorgung. Wir kochen gemeinsam, jeder hilft einen Tag in der Küche, der Rest des Tages gehört dem Schnee — oder eben der Sonnenterrasse.
Ja, An- und Abreisetag sind flexibel. Einfach bei der Anmeldung angeben.
Über die Mandlwandstraße Richtung Arthurhaus, ~6 km ab Mühlbach. Parkplätze direkt bei der Mitterbergalm.
Oben rechts auf "Login" klicken und mit deiner Email-Adresse registrieren. Danach kannst du dich direkt zum nächsten Lager anmelden. Die Galerie wird erst nach einer kurzen Prüfung durch einen Admin freigeschaltet.
Das nächste Nachtreffen 2026 ist vom 1.–4. Oktober 2026. Wir freuen uns auf dich — und gerne bringst du Freunde mit.
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